Samstag, 5. November 2016

05.11.2016

Hallooo ♥ Ich habe eine 1+ für meine Spanisch - Klausur bekommen und er hat darunter geschrieben "Eine nahezu perfekte Klausur! Felicidades!" Und ich habe nicht mal wirklich gelernt. Ich bin überglücklich.
Meine Lehrerin wollte am Donnerstag mit mir sprechen, weil sie sich Sorgen um mich macht. Sie meinte, sie wolle unbedingt, dass ich mein Abi mache und dass ich gut sei und so weiter. Dann hat sie mir so einen Mann von der Beratungsstelle vorgestellt, der einmal in der Woche an unserer Schule ist. Bei der Beratungsstelle war ich witzigerweise als Kind in "Behandlung". Er kennt wohl auch die Frau, mit der ich immer gesprochen habe. Jedenfalls ist der sehr nett und ich darf halt immer zu ihm kommen und er will auch versuchen, mir zu helfen, was meinen Auszugswunsch angeht. Er meinte aber ich solle nicht arbeiten gehen, das sei zu viel und dass es Hilfen vom Sozialamt gäbe. Allerdings muss ich dafür nachweisen, dass es zu Hause nicht mehr geht. Das finde ich schwierig, denn ich habe ja eigentlich ein gutes Verhältnis zu meiner Familie. Dennoch will ich hier raus, weil ich einfach weiß, dass ich nur so meinen bestmöglichen Weg gehen und richtig "gesund" werden kann. Das ist aber halt nicht die Schuld meiner Familie. Aber dabei würde er mir auch helfen.
Ich möchte nächste Woche versuchen, wieder nur Obst und Gemüse zu essen. Ich will mir nichts verbieten, aber ich weiß, dass ich mich damit das letzte mal sehr gut gefühlt habe und auch viel abgenommen habe. Und ich möchte ja eigentlich gerne abnehmen, aber ich möchte dabei nicht krank sein.
Liebe an euch ♥

Mittwoch, 26. Oktober 2016

26.10.2016

Hallo ihr Lieben ♥

Schlechte Neuigkeiten:
1. Ich mache mir nur noch Sorgen um Pat. Ich versuche, wirklich präsent zu sein und für sie da zu sein aber sie antwortet mir selten, wenn ich ihr schreibe. Ich würde am liebsten mit ihr zusammenziehen, aber wie soll das werden? Ich glaube oft, dass sie nicht wirklich den Willen hat, ihre Krankheit loszulassen. Sie weiß, dass es besser für sie wäre und wahrscheinlich würde sie es auch gerne wollen, aber es kommt nicht von Herzen. Und deshalb habe ich Angst, dass wenn ich mit ihr zusammen leben würde, ihre Situation sich dennoch nicht verbessern würde. Dass sie weiterhin ihr Essen erbricht, wenn sie es überhaupt zu sich nimmt. Unswar das Essen, das ich für sie zubereiten würde. Ich würde erwarten, dass wir Morgens und Abends zusammen essen. Es muss ja nicht kiloweise ungesundes Zeug sein, aber eine kleine gesunde Mahlzeit ist wichtig, denn ich möchte nicht dabei zusehen, wie sie sich zugrunde richtet. Ich fände es auch schlimm, wenn sie sich in der Wohnung verletzt. Oder wenn ich einen Krankenwagen rufen müsste. Trotzdem wäre ich einfach nur gerne bei ihr. Rund um die Uhr. Damit sie immer jemanden hat. Ich weiß nur nicht, ob sie das davon abhalten würde, sich kaputt zu machen. Vielleicht muss ich auch einfach alleine wohnen. Obwohl es wirklich schön sein könnte, mit Pat. zusammen zu wohnen. Wir haben die selben Interessen, wir könnten uns gegenseitig unterstützen, eine gesunde Ernährung beizubehalten. Wir verstehen einander, haben oft ähnliche Gefühle und könnten dadurch gut füreinander da sein und einander helfen. Wir könnten zusammen ins Fitnessstudio gehen, allgemein viel tolles zusammen unternehmen, wandern oder so. Oder mal per Anhalter irgendwo hinreisen. Oder mit dem Fahrrad. Dadurch, dass wir beide aus ethischen Gründen vegan sind, würde nie ein Problem in der Hinsicht auftauchen. Bei meinem Freund wäre das ein Problem. Wir könnten nach und nach eine superschöne Wohnung einrichten, uns Haushalts-Aufgaben teilen und ich glaube, das würde echt gut funktionieren, das alles zu organisieren und zu handhaben. Ich wünschte, es wäre so leicht. Ich wünschte, ich hätte meine lebensfrohe Freundin zurück, die noch irgendwo da drin steckt.
2. Ich habe immer noch ein bisschen Schmerzen und dabei sind schon 1 1/2 Wochen vergangen.
3. Meine Tante hat eine Flasche Schlafmittel getrunken und ist jetzt auf der Geschlossenen. Aber nicht auf der selben Station wie Pat.

Gute Neuigkeiten:
1. Ich habe meine erste Note am Gymnasium bekommen. In Philosophie. Wir haben ein Portfolio gemacht und ich habe eine glatte 1 und bei "nicht so gut gefallen hat mir:" hat sie einen Strich gemacht. Besser ging es also gar nicht. Das habe ich wirklich nicht erwartet.
2. Ich habe zugenommen, fühle mich aber absolut nicht so. Ich fühle mich momentan sogar echt gut in meinem Körper. Nur meine Haarlänge mag ich nach wie vor nicht und sie sollen endlich wieder lang sein!
3. Ich habe gestern eine Wespe aus dem Bus gerettet. Ich habe panische Angst vor Wespen, aber ich habe es nicht übers Herz gebracht sie da drin zurück zu lassen. Und sie hat mich nicht gestochen. Zum Glück.
4. Ich habe heute einen Frosch gesehen, der war total süß.

Ich gehe jetzt gleich einkaufen. Ich möchte eine Mango haben, gemahlene Nüsse, Nussmus und Agavendicksaft um Pralinen zu machen, vielleicht ein paar Heidelbeeren... Gefrorene Erdbeeren, weil ich Erdbeer-Entzug habe und es keine frischen mehr zu kaufen gibt (Ich sollte nach Australien auswandern. Da ist es wunderschön und Erdbeeren wachsen das ganze Jahr über!) und eine Süßkartoffel für mein Mittagessen. Vielleicht noch ein paar Kichererbsen für dabei.

¡Hasta luego, mis bonitos! ♥

Samstag, 22. Oktober 2016

22.10.2016


Sonnenschein, so hell und warm. Die Bäume sind dort und da ein Schmetterling! Tja, das ist doch ein Zeichen, so muss es sein. Das wird ein ganz wundervoller Tag. Was wird das für eine Tolle Zeit, hab' so vieles aus dem Kopf und fühl' mich frei. Ich bin zu allem bereit, zu jeder Zeit. An jeder Ecke gibt's 'ne Überraschung. Ich gehe wie auf Wolken, ja es geht mir gut. [...] Ich geh mein' Weg voller Zuversicht. Bin cooler als ein Päckchen Pfefferminz. Und so aufgeregt war ich lang nicht mehr. Keine Ahnung, wann das war. Auf mich da warten viele Abenteuer. Ich reite wie auf Wolken. Wenn ich versage, was ist dann? Wenn ich es doch nicht schaffen kann... Nein! So gehe ich's nicht an, denn ich weiß, dass ich alles, alles, alles wirklich schaffen kann! Hey! Egal, was heut' auch passiert, ich gebe alles, garantiert. Bin ich mal ganz tief am Boden, ich steh' immer wieder auf! Wooh! Wenn etwas mal nicht funktioniert, ist gar kein Thema, es wird repariert. Bin ich auch ganz tief am Boden, ich steh' immer wieder auf! Ich steh' wieder auf!


Dienstag, 18. Oktober 2016

18.10.2016

Die Kokosnuss war eklig. Meine Mama mochte sie.
Aus meiner Blasenentzündung ist glaube ich eine Nierenbeckenentzündung geworden. Ich bin heute Nacht mit "Rückenschmerzen" und Unterleibsschmerzen aufgewacht. Aber es ist gar nicht der Rücken. Es sind die Nieren. Ich hab mein Wärme - Einhorn zumindest auf die stärker schmerzende Niere gelegt. Die andere und auch mein Bauch hatten Pech. Ich habe immernoch wahnsinnige Schmerzen und es sind noch Kopfschmerzen und vermutlich leichtes Fieber dazu gekommen. Es fühlt sich zumindest so an... Dabei wollte ich heute mal wieder unter Leute gehen... Aber so wird das nichts... Und morgen wollte ich Pat besuchen.. Ich hoffe, es ist morgen besser...
Meine Mama kauft mir ständig reduzierte Lebensmittel. Die also in den nächsten Tagen ablaufen und bald gegessen werden müssen. Das nervt echt... Ich will diesen ganzen Fertigscheiß doch gar nicht mehr essen... Warum tut sie das... Ich habe gestern auch schon wieder Abends total den Mist gegessen. Und Stephan kam ein Mal in die Küche und beim Rausgehen hat er gemurmelt "den ganzen Tag nur am fressen". Dann hab ich das Brot weggestellt, bin in mein Zimmer gegangen und habe ein paar Stunden geheult. Im Ernst, ich will hier einfach nur raus, ich will nicht mehr hier wohnen... Gesund zu sein ist hier einfach nicht möglich...


Sonntag, 16. Oktober 2016

16.10.2016

Klassische Musik stimmt mich seltsam melancholisch... Besonders Clair de lune...
Meine Eltern sind zurück. Mein Freund hat mir kaum geschrieben. Ich habe heute nur rumgelegen und einen Film am Handy gesehen. Dann sponn das Internet und ich hab halb losgeheult und bin fast ausgerastet. Irgendwie ist heute ein seltsamer Tag. Und ich habe eine Blasenentzündung. Das ist schmerzhaft.
Ab morgen wird alles wieder besser. Wenn ich es schaffe wieder gut zu essen, kühl dusche und ein paar Gläser kaltes frisches Wasser trinke, dann schaffe ich es auch mich wieder besser zu fühlen. Wieso bestimmt das Essen eigentlich mein Leben? Wir haben eine Kokosnuss in der Küche, ich glaube die knacke ich morgen früh. ♥


Samstag, 15. Oktober 2016

15.10.2016

Das wird ein sehr langer Post, ich nehme es euch nicht übel, wenn ihr ihn nicht zuende lest.

Die letzten Tage waren wunderbar. Das Treffen mit Kian war schön, wir haben eigentlich nur geredet und eine Melonen-Limo getrunken. Ich konnte mich zwar nicht davon abhalten, die Kalorien-Angabe zu lesen und halb auszurechnen, wie viel die ganze Flasche hat, aaaber ich konnte diese Gedanken ganz gut an den Rand schieben und die Limo war verdammt lecker. (Klar, eigentlich will ich auf Zucker und Industriemist und so möglichst verzichten, aber ich möchte mir auch nichts prinzipiell verbieten, das Leben genießen und so.) Er hat mir ein Einhorn geschnitzt, das ist einfach so toll. ♥
Auch das Treffen mit Delia war ganz gut. Leider fühle ich mich immer wie etwas schlechteres, wenn sie bei mir ist. Wie das typische Opferkind damals in der Schule. Sie war einfach schon immer besser in allem. Sie hatte immer bessere Noten, eine bessere Figur, ein schönes Lachen, war gesund, sie ist einfach die pure Perfektion. Ihre Mutter lästert bei meiner Mutter ständig über meine Leistungen in der Schule. Dazu eine kurze Rückblende zu meiner Schulbildung.

2013 habe ich den normalen Realschulabschluss versemmelt (Suizidversuch ➡ Klinik ➡ danach viel geschwänzt; ∅3,8). Nach der Realschule hatte ich ein Berufsgrundschuljahr gemacht (ich hatte mich da angemeldet, weil wir alle davon ausgingen, dass ich nur einen Hauptschulabschluss bekomme und in diesem Jahr hätte ich den Abschluss dann neu machen können, allerdings ohne Quali). Da ich den Realschulabschluss aber noch knapp erreicht habe, war von vorne rein klar, dass der Abschluss von dem Berufsgrundschuljahr nicht anerkannt wird. Deshalb habe ich auch da viel geschwänzt. (Dennoch ∅2,7). Nach dem Berufsgrundschuljahr war ich in einer Tagesklinik und habe danach an einer Berufsorientierenden Bildungsmaßnahme teilgenommen (ich habe dafür etwas Geld bekommen und es war besser als gar nichts zu tun). Und dann im letzten Jahr habe ich den Realschulabschluss endlich an einer Volkshochschule mit Quali nachgeholt (∅1,4).

So und Delias Mutter ist der Ansicht, dass der Notendurchschnitt an der Volkshochschule nur so gut geworden ist, weil "beim dritten Mal muss es ja langsam mal klappen". Dabei war ich auf der Realschule und auch beim Berufsgrundschuljahr so gut wie gar nicht im Unterricht anwesend, weil ich von vorne rein wusste, dass ich nichts davon habe.Naja und Delia (,die ja auch Abi macht bzw. dieses Jahr fertig ist) ist der selben Ansicht, drückt es aber nich so hart aus. Sie hat allerdings versucht mir das Gymnasium auszureden, weil das ja total schwer und stressig ist. Wahrscheinlich hatte sie sogar Recht, es ist wirklich stressig und ich stehe wirklich unter Druck, aber jetzt kann ich auch nicht aufgeben, denn ich muss ja beweisen, dass sie Unrecht haben. Dass ich nicht zu dumm und zu schlecht für alles bin.

Zurück zum Thema - es war trotzdem schön, sie zu sehen. Ihre Haare sind so lang geworden.
Am Freitag habe ich dann Pat in der Klinik besucht und für sie gekocht. Das war wirklich toll und ich vertraue einfach darauf, dass es ihr wirklich so gut ging, wie sie zu mir gesagt hat. Ich sollte mit ihr in eine WG ziehen, dann kann ich viel besser auf sie Acht geben, liebevolle, sichere, geregelte, stabile Mahlzeiten für sie zubereiten, um ihren Körper gesund zu halten. Und ich wäre sofort da, wenn sie jemanden bräuchte. Das ist jetzt fest in Planung.
Nach dem Klinikbesuch bin ich zu meinem Freund gefahren. Ich hasse es bei ihm, es ist so schmutzig und er wohnt mit 5 anderen, erwachsenen Menschen zusammen. Bis vor kurzem waren es sogar noch 6 + 1 Kind. Und die haben 2 Hunde und 3 Katzen = Haare ohne Ende. Und ständig werden Lebensmittel weggeschmissen und jeden Tag wird zu jeder Mahlzeit Fleisch gegessen. Von Aldi. Und dann am Tisch kommen die Vegan-Diskussionen, an denen ich nicht mal mehr teilnehme, weil ich da einfach keine Lust drauf habe und auch niemanden darum gebeten habe, mir seine Meinung reinzudrücken. Und es ist durchgehend so eine drückende Stimmung. Jeder lästert über jeden sobald dieser den Raum verlässt. Ständig wird nur gemeckert. Es ist wirklich schon RTL-tauglich. Naja jedenfalls bin ich dann heute Nachmittag auch schon wieder nach Hause gefahren, wir haben auch nur im Bett gelegen und ferngesehen. Wie immer. Zwischendurch Sex, aber das wars dann auch und meistens habe ich da auch gar keine Lust drauf und sage das eigentlich auch meistens, aber irgendwie "überredet" er mich körperlich dazu und dann lasse ich es halt "über mich ergehen". Nicht falsch verstehen, das ist nicht immer so... Aber schon alles ziemlich lieblos und oberflächlich bei uns. Bis Sonntag Abend bin ich noch alleine zu Hause, weil meine Familie bei Verwandten ist. Ich wünschte es wäre immer so. Ich wünschte ich könnte ausziehen. Aber ich muss mich wohl gedulden.

Außerdem würde ich in den Sommerferien gerne einfach mal weglaufen. Ich möchte dem Fluss folgen bis ich am Meer bin. Das kann zwar Wochen dauern, aber der Weg ist ja auch das eigentliche Ziel. Ich möchte draußen schlafen, essen, was die Natur zu bieten hat und nur davon leben (Nur verschiedene Behälter zum sammeln, trinken etc. oder ein Feuerzeug und solche Sachen werde ich mitnehmen). Frei sein. Die echte Welt sehen. Und vielleicht Hoffnung schöpfen, dass nicht jeder Ort auf dieser Erde von Menschen zerstört wurde. Ich möchte das wirklich machen.

Das Training läuft gut. Das Essen grade eher halbherzig, heute war es nicht so gesund. Aber die nächste Woche wird besser.


Dienstag, 11. Oktober 2016

11.10.2016

Das hier wird von nun an mein Happiness-Blog. Für positive Gedanken, Gefühle, die ich teilen möchte. Mein Recovery-Blog sozusagen. Bei Rückschlägen ziehe ich mich ins Hungerland zurück. Aber so habe ich immer einen Ort zum Schreiben.
Ich treffe mich heute mit einem Freund, nennen wir ihn... Kian. Ich freue mich voll. Durch die Schule haben wir uns schon wieder total lange nicht gesehen. Vorher waren wir noch in Holland, haben in einem Coffeeshop was geraucht, auf einer 'Strandparty' mitten in der Innenstadt was getrunken und darüber diskutiert, welche der Frauen, die da in Hotpants und Top getanzt haben, am heißesten sind. Die Stadt war total altmodisch aufgebaut. Man kam sich vor, als wäre man irgendwo in Italien. Jetzt studiert er Informatik und ich gehe in die Oberstufe und wir haben beide keine Zeit, aber jetzt sind Ferien und ich freue mich voll. Und morgen treffe ich mich mit einer Freundin, die ich schon mein Leben lang kenne... Delia. Sie ist das komplette Gegenteil von mir, wir haben nichts mehr gemeinsam. Aber dennoch liebe ich sie und will sie in meinem Leben haben. Sie ist wie eine Schwester. Auf das Treffen freue ich mich auch mega. Wir sehen uns nämlich auch fast nie. Sie macht dieses Jahr ihr Abitur und hat total Stress und sie hat natürlich noch viele andere neue Freunde, mit denen sie mehr gemeinsam hat, mit denen man mehr machen kann, also geht das schon klar.
Bevor ich mich heute mit Kian treffe, gehe ich noch ins Fitnessstudio und trainiere Bauch und Arme. Draußen ist es total neblig, das sieht eigentlich wirklich schön aus.