Characters


Kian:
2013 war ich wahnsinnig verliebt in ihn, er ist wunderschön, geheimnisvoll. Er denkt viel nach, er ist intelligent und einfach perfekt. Wir haben uns auf dem Pausenhof nur angesehen und ich kannte ihn gar nicht bis ich ihn irgendwann endlich auf Facebook gefunden habe. Ich bin dann aber mit jemand anderem zusammen gekommen und jetzt sind wir Freunde. Das hätte sowieso niemals funktioniert, aber für mich ist er trotzdem etwas besonderes.

Delia:
Sie ist ein halbes Jahr jünger als ich, dünn (aber sehr weiblich), klein, blond... ein Püppchen. Als Kinder waren wir Nachbarn, unsere Eltern sind ebenfalls gut befreundet. Sie ist wie eine Schwester. Wir haben uns zwar sehr auseinander gelebt, aber sie ist immer noch ein wichtiger Bestandteil meines Lebens

Pat:
Ich kenne sie ca seit 2011, als sie in meine Stadt zog und in meine Klasse kam. Wir haben uns abwechselnd gemocht und dann wieder gehasst. Unsere psychischen Probleme haben uns allerdings stark zusammengeschweißt. Diese Gemeinsamkeit verursacht allerdings auch so manches/n Problem/Konflikt. Sie hat mein Leben schon immer aufregender gemacht, im schlechten, aber devinitiv auch im guten Sinne. Ein Leben ohne sie möchte ich mir nicht vorstellen.

Pascal:
Wir waren seit Ende 2014 zusammen. Wir waren unfähig zum Streiten, deshalb taten wir es nicht mehr. Das führte dazu, dass wir über ernste Themen überhaupt nicht mehr redeten. Er hörte mir auch nie wirklich zu und interressierte sich kein Stück für mein Leben. Durch ihn bin ich viel in der Punk-Szene unterwegs, bin von viel Alkohol und Chaos umgeben, was gut und schlecht sein kann. Manchmal hatte ich Angst, dass wir für immer zusammen sind und ich nie mehr etwas anderes ausprobieren kann. Hauptsächlich trennte ich mich jedoch, weil ich mir zwar vorstellen kann, mit ihm alt zu werden, aber ich möchte jetzt noch nicht alt werden, ich möchte jetzt jung sein und das kann ich mit ihm nicht.
Am 24.06.2017 haben wir uns entschieden, dass wir uns trotzdem lieben können, auch wenn wir nicht zusammen sind. Wie gut das funktionieren wird, werden wir sehen.

Marco:
Zwei Tage nachdem ich mich von Pascal getrennt habe, habe ich mit Marco geschlafen. Absolut unmoralisch. Er hat einen grünen Iro, hinten ein paar lange Dreads und er trägt eine Brille. Er ist der übelste Kiffer, ist nicht allzu hygienisch oder ordentlich. Er guckt sehr viele Serien. Und er sagt stets was er denkt. Egal ob einem das weh tun könnte. Ich glaube, er merkt das auch nicht. Er ist sehr dünn, seine Hüftknochen pieksen und wenn er sich auf meinen Rücken legt, fühle ich seinen Herzschlag. Im Moment bin ich oft bei ihm, er wohnt mit ein paar anderen bunten Menschen in einer WG. Die haben ganz viele Katzen. Meistens wenn ich da bin, esse ich sehr wenig oder gar nichts. Wenn ich bei ihm bin, kiffe ich viel, aber es ist da eigentlich sehr entspannt. Das mit ihm wird nicht auf eine Beziehung hinauslaufen. Er liebt eine andere und will keine Beziehung und ich genauso wenig. Wir schlafen nur miteinander. Und kuscheln. Und halten manchmal Händchen, wenn kein anderer dabei ist. Es ist eigentlich ganz angenehm. Trotzdem habe ich Angst vor Gefühlen. Ich mag ihn ja schon viel mehr als ich sollte.

Felix:
Ich kenn ihn schon seit meinen Anfängen in der "Punk-Szene", also seit ich auch Pascal kenne. 2014. Er lag immer betrunken irgendwo rum. Das letzte Jahr war er einfach verschwunden und ich weiß jetzt dass er in dieser Zeit keinen einzigen sozialen Kontakt hatte und nicht rausgegangen ist und richtig abgestürzt ist. Irgendwann als ich mich von Pascal getrennt habe, hat er sich bei mir gemeldet und jetzt bin ich sein einziger sozialer Kontakt. Er ist Borderliner, hat wohl Schizophrenie und allgemein scheint er mir einfach unberechenbar. Seine Laune kann von 0 auf 100 umschalten wie auf Knopfdruck. Manchmal macht er mir etwas Angst, auch weil er manchmal aggressiv werden kann. Wenn er zum Beispiel gegen eine Wand boxt, bin ich nie sicher ob er jetzt wütend ist, oder ob er einfach nur so in der Musik drin ist oder ob er such nur von einer körperlichen Beschwerde ablenken will. Ich hab ihn aber trotzdem sehr gern.

Mama:
Ich habe ein gutes, eher freundschaftliches Verhältnis zu meiner Mutter. Sie ist ein wunderbarer Mensch. Manchmal ist sie etwas kaltherzig. Über mein Leben reden wir nicht so viel, jetzt wo mein Bruder anfängt rumzupubertieren und ich ja schließlich schon erwachsen und einigermaßen selbstständig bin, ist sein Leben eher ein Thema als meins. Aber das ist schon gut so.

Mein Bruder:
Er ist 12 Jahre alt, zockt den ganzen Tag (oder sieht fern bzw YouTube Videos oder auch beides gleichzeitig), stopft nur Mist in sich rein, ist trotzdem dünn. Wir haben Schulen getauscht. Er war bis dieses Jahr auf meiner jetzigen Schule, musste aber wegen Latein auf die Realschule wechseln. Er kriegt nichts auf die Reihe, er weiß bis heute nicht wo unser Biomüll ist. Er nervt. Aber ich habe ihn trotzdem lieb und nerve zurück.

Stephan:
Der Lebensgefährte meiner Mutter. Er benimmt sich wie ein Jugendlicher, macht nur Dreck und motzt nur rum. Er hat wirklich ein Aggressionsproblem... Zum Glück kein körperliches so wie mein Vater... Jedenfalls er hat auch eine nette, coole Seite. Aber die andere Seite überwiegt. Und sie nervt. Vorallem diese Nazi-Scheiße, die er ständig von sich gibt. Kurz gesagt: Ich komme nicht allzu gut mit ihm klar, aber im Gegensatz zu früher hat sich unsere Beziehung schon deutlich verbessert.

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